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Sicherung der EU-Grenzen in Kroatien

Die Republik Kroatien ist seit Juli 2013 das 28. Mitglied der EU und hat sich damit zur Sicherung der europäischen Außengrenzen verpflichtet. Die Grenze nach Bosnien/Herzigowina nimmt allerdings an einer Stelle einen fast skurrilen Verlauf. Der sogenannte Korridor von Neum ist ein an der schmalsten Stelle 5 km breiter Gebietsstreifen, der noch zu Bosnien/Herzigowina gehört. Zum Einen trennt er das kroatische Staatsgebiet in zwei Teile und zum Anderen bietet die Ortschaft Neum den einzigen direkten Zugang für Bosnien/Herzegowina zum Adriatischen Meer, und damit ein Nadelöhr für Schmuggel und Menschenhandel, insbesondere da das kroatische Küstengebiet durch starke Zerklüftung und viele Inseln sehr unübersichtlich ist.

Um die Polizei vor Ort bei der Bekämpfung grenzüberschreitender illegaler Aktivitäten unterstützen zu können, wurde nun ein regionales Überwachungssystem der Buchten von Neum und von Mali Stone installiert, um eventuelle Schmuggler rechtzeitig mit Radar und Infrarot-Videotechnik auf dem Wasser entdecken und identifizieren zu können.

Die Firma in-innovative navigation GmbH lieferte dafür im Auftrag des Joint Ventures der Firmen THALES und PCE (Pomorski Centar Elektroniku) die gesamte Technik der Radarüberwachung (Sensoren, Signalverarbeitung) und die Software für modernste und effiziente Verarbeitung der Sensorsignale: Signalintegration, Tracking, sowie die Darstellung der Daten in der Zentrale mit inDTS, einem leistungsfähigen Displaymodul der Firma in-innovative navigation GmbH.

Insgesamt drei Standorte wurden mit Radar und Infrarotkameras ausgerüstet, von denen aus der gesamte kritische Bereich in den Buchten erfasst werden kann. Die Daten laufen in dem Zentrum in Ploce zusammen und im Fall eines verdächtigen Zwischenfalls können unmittelbar von dort die Thermalkameras angesteuert und zur weiteren Identifizierung auf das verdächtige Objekt ausgerichtet werden. Gleichzeitig können alle Informationen gegebenenfalls an die Einsatzkräfte sofort weitergegeben werden.
Marco Zaja (PCE) zeigte sich sehr zufrieden mit der effizienten Abwicklung des Projektes: „Die Zusammenarbeit von THALES/PCE mit in-innovative navigation GmbH verlief sehr konstruktiv. Das Überwachungssystem bei Neum konnte in kürzest möglicher Zeit problemlos in Betrieb gehen. Eine Vertiefung der Kooperation bei weiteren Grenzschutz-projekten wäre sehr wünschenswert.“

Die hohe Leistungsfähigkeit des neuen Grenzkontroll-systems konnte schon während der Abnahme unter Beweis gestellt werden: Ein als Fischer getarnter Schmuggler wurde vom System erkannt und konnte von den bereitliegenden Polizeibooten gefasst werden. Die kroatischen Auftraggeber beabsichtigen daher, baldmöglich die Daten aus dieser lokalen Überwachungseinheit auch in das existierende Küstenüberwachungssystem Kroatiens zu integrieren.

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